„Jedermann“ im Schloss Ottenstein
An drei Tagen gibt die Bühne Weinviertel das Theaterstück „Jedermann“ im Schloss Ottenstein zum Besten. Bekannt von den Salzburger Festspielen haben Sie die Möglichkeit das bekannte Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal erstmals im Waldviertel zu erleben.
Die berühmte Allegorie „Jedermann“ ist ein Stück, das Theaterliebhaber seit jeher begeistert. Die spezielle Inszenierung von Josef Newerkla, die im Schloss Ottenstein aufgeführt wird, verbindet opulente Kostüme mit zeitgemäßer Aussagekraft. Die mächtige Kulisse des alten Schlosses macht das Stück noch authentischer. Das zeitlose Märchen vom „Sterben des reichen Mannes“ in Kombination mit dieser unvergleichlichen Atmosphäre macht die drei Aufführungsabende im Waldviertel besonders sehenswert.
Zum Stück
Die steigende Unzufriedenheit mit den herrschenden Institutionen und der ständig steigende Druck in der Arbeitswelt tragen dazu bei, den „Weltuntergang“, das heißt, den Fall des gegenwärtigen Systems herbeizusehnen. Korruption, Missbrauch und Politikverdrossenheit, Hand in Hand mit steigenden Kontrollmechanismen und Massenmanipulationen schaffen eine unbändige Sehnsucht nach Freiheit, Gerechtigkeit und höherer Sinnhaftigkeit im Leben.
Die Geschichte vom „Jedermann“, vom Leben und Sterben des reichen Mannes, befriedigt dieses Sehnen in einfachen Worten und Bildern und führt uns zurück in unser ureigenstes Menschsein. Nur so ist zu begreifen, dass dieses Thema sich schon durch Jahrhunderte zieht, von zahlreichen Autoren bearbeitet wurde und in der Fassung von Hugo von Hofmannsthal seit 1920 auf dem Domplatz in Salzburg aufgeführt wird.
In der Bearbeitung von Josef Newerkla erlebt dieser „Jedermann“ heuer bereits zum dritten Mal sein unaufhaltsames Ende.
Das sagt der Regisseur
Josef Newerkla: „Ich bin überzeugt, dass in unserer Zeit, in der die Brüder „Kapitalismus“ und „Neo-Liberalismus“ uns eine verlogene Freiheit vorgaukeln, dieses wunderbar zeitlose Stück über das Leben und den Tod, das Festhalten und Abschiednehmen, über Verzweiflung und Hoffnung aktueller ist denn je. Nachdem die moralischen Institutionen durch Korruption und Missbrauch jegliches Vertrauen verspielt haben, ist der Mensch mit den wesentlichen Fragen des Lebens alleine gelassen und muss selbst schauen, wie er zu Antworten kommt.
Es würde das Stück und uns als Gestalter maßlos überfordern, wenn wir den Anspruch erheben wollten, damit alle Fragen umfassend beantworten zu können. Anregung wollen wir geben, eine Quelle wollen wir sein, nicht um den Durst zu löschen, sondern um ihrem Wasserlauf zu folgen und dabei zu wachsen auf dem Weg zum Meer.“
Termine
30. und 31. August 2012, 19.30 Uhr
2. September 2012, 17 Uhr
Dauer: 2,5 Stunden mit einer halben Stunde Pause
Spielort
3532 Rastenfeld, Schloss Ottenstein
(im Freien, bei Schlechtwetter im Rittersaal)
Eintritt
EUR 27,- (reservierte Sitzplätze in der Reihenfolge des Bestelleingangs)
Für Gruppen ab acht Personen stellen die Veranstalter spezielle Packages zusammen. So kann man den Theaterabend z.B. mit einer Bootsfahrt am Kampsee Ottenstein, einem feinen 3-Gänge-Menü vorab, Besuch einer Greifvogelschau oder anderen Angeboten verbinden.
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