Zábavné trasy

Granittrail 2. Teiletappe

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Výškový profil

45,55 km Délka

Údaje o trase

  • Obtížnost: středně těžká
  • Trasa: 45,55 km
  • Výstup: 1.262 Hm
  • Sestup: 980 Hm
  • Délka: 4:30 h
  • Nejnižší bod: 657 m
  • Nejvyšší bod: 966 m

Vlastnosti

  • etapová trasa
  • vyhlídky
  • geologické zajímavosti
  • botanické zajímavosti

Detaily pro: Granittrail 2. Teiletappe

Popis

Routenverlauf: Groß Gerungs – Arbesbach - Altmelon – Schönbach – Bärnkopf

Výchozí bod trasy

Groß Gerungs

Popis trasy

Start zur zweiten Etappe in der Kraftarena Groß Gerungs. Ouvertüre auf einem kurzen Bergab durch Wald, dann über und entlang der Zwettl durch stilles Wald- und Wiesengelände der Sonne entgegen. Ab nun wechseln wie die Takte einer beschwingten Operette kleine Dörfer, Lichtungen und dunkler Tann – das Waldviertel drückt uns hier seinen Swing-Rhythmus auf, mit gleichmäßigen, lockeren Pedaltritten gleiten wir über eine jener sanft gewellten Hochebenen, die auf Anhieb bezaubern: versetzt mit goldbraunen Feldern, tiefgrünen Waldflecken und bunten Schmetterlingswiesen reicht dieser Landschaftsteppich bis an den Horizont. Surfin' Waldviertel par excellence. In Kottingmondorf treffen wir zwei Wochenendhäusler bei der Tischlerarbeit – auch sie gehören hierher, Stadtflüchtlinge, die sich hier ein kleines Paradies im Paradies aufbauen. Kurz danach wieder durch reife Felder, die sich wie ein Meer bei aufkommendem Sturm wellen, wenn der Wind durch sie hindurchstreift. So wechseln sehr angenehm Asphalt-, Feld- und kleine Waldwege. Es wird nie anstrengend, aber auch nie richtig geruhsam! Denn sobald man glaubt, man könne sich ausruhen und fallen lassen, zweigt der Weg schon wieder ab, um uns etwas bergauf zu einem weiteren hübschen Waldviertel-Viertel zu entführen. Als wir so verträumt dahintrotten, treffen wir abermals auf die zwei Weekend-Tischler von vorhin – unwissentlich haben wir also eine Strafrunde gedreht. Also nochmals angesetzt und jene Markierung gesucht, die uns von der Landstraße hätte weglenken sollen. Von Gestrüpp überrankt finden wir sie endlich und steuern gen Groß Grundholz weiter. Die Lehre: Trotz dem der Granittrail insgesamt ausgezeichnet beschildert, ein Verfahren also fast nicht möglich ist, sollte man stets aufpassen, ob der Weg nicht unvermutet in die Botanik abzweigt. An einigen wenigen Stellen verbirgt sich das gelbe Schild im Gebüsch, einmal übersehen, kann eine unliebsame Strafrunde ergeben. Zurück zu unserem Weg: Es bleibt bezaubernd, der Liebreiz der Landschaft ist kaum zu übertreffen, immer wieder bleiben wir stehen, lassen das Bild auf uns wirken, fotografieren. Auffallend die vielen Marterln, die wie Bojen im Hügelmeer den Weg markieren. Immer wieder leisten uns Zitronenfalter Gefolgschaft. Ein wenig fühlt man sich hier als Eindringling, als Fremder auf einer verbotenen, weil unberührten Insel.

Sobald wir Kamp erreichen, erhebt sich weit vorne die Ruine von Arbesbach, einem kleinen, aber feinen Hauptort im Granitland. Etwas abseits der Straße, letztendlich auf ihr, nähern wir uns ihr bis an ihre Grundmauern. Der weithin sichtbare "Stockzahn des Waldviertels", wie die Burg gerne genannt wird, thront seinerseits 18 m hoch auf einem Granitturm. 824 Jahre lang harrt die einstige Vorburg für Rappottenstein schon hier aus und wartet auf Feinde, die ewig auf sich warten lassen. Aber es sind nur Touristen und wir Radler, die sich an sie heranwagen – ungefährlich. Gleich nach der Ruine geht's wieder in die Botanik. Kurzer Downhill. Danach lohnt es sich, hin und wieder stehenzubleiben und zurückzuschauen: Nahtlos eingewoben in die Wälder ringsum, erscheinen die Stadt und ihre Burg wie das Stuckelement eines großes Kunstwerks. Nach Arbesbach treffen wir auf eine Bauernfamilie, deren vielstimmiges, freundliches "Grüß Gott" bedeutet, dass wir hier zwar Fremde sind, aber gern gesehene und willkommene. Auch in den Gasthäusern nimmt man uns mit einer Offenheit auf, die uns verblüfft. Hier fühlen wir uns wohl. Pudelwohl. Plötzlich ein Kornfeld, durch das nur zwei kleine, schuhbreite Pfade führen, gerade, dass wir mit unseren Rädern hineinpassen. Die Halme kitzeln unsere Schenkel, es ist, als würde sich hier das Meer teilen und wir führen mittenhindurch. Nach Altmelon ein ordentlicher Downhill, oder besser: downwood, wo es über Wurzeln und Steine rattert, dass die Bremsen glühen und das Abfahrerherz lacht. Dass es nicht eintönig wird und auch der Downhiller was davon hat, weckt uns alle paar Stunden eine ordentliche Abfahrt aus der fast einschläfernden Wellenreiterei. Dem nicht genug, folgt nun eine jene eindrucksvollen Passagen, von der der Trail seinen Namen hat. Auf dem Weg zur "Luaga Luckn" nämlich liegen wie hingeworfen massenweise Granitblöcke. Moosbewachsen, von Bächen umspült, von Farnen umwachsen türmen sich die runden Steine manchmal haushoch über unsere Köpfe, drohen loszurollen und uns unter sich zu begraben. Ein seltsames Bild, eine seltsame Millionen Jahre alte Geschichte. Vor etwa 300 Millionen Jahren soll sich hier ein Gebirge aufgetürmt haben, ehe ihm Wind und Wetter den Garaus machten. Als hartnäckige, ewig bestehende Überbleibsel zieren nun diese Steinchen die Landschaft und erinnern uns an die Endlichkeit unserer eigenen Zeit.

Eine Forststraße führt uns nun um den Wachtberg herum, ehe sie zu einem ewig langen Uphill ansetzt. Ablenkung gewährt uns ein idyllischer Bergsee samt Hütte, Booten und Lagerfeuerplatz. Trapperidylle á la Jack London. Hin und wieder taucht ein Fisch hoch, wellt das schwarz-grüne Wasser, am Ufer eine kleine Seerosenzucht, ansonsten Stille. Wir erliegen der Versuchung, vom Rad ab- und ins Boot zu umzusteigen und durch den See zu rudern. What a Feeling! Es tut gut, einmal auszusetzen, auszuatmen, zu pausieren und den Armen die Arbeit zu überlassen. Die Etappe hat es nämlich in sich, die Höhenmeter summieren sich so sehr, dass auch Könnern wie uns die Zunge bis zum Kettenblatt herabhängt. Nach dem See weiterhin elendslang bergauf bis knapp unter den Hengstberg und die Große Föhrenscheibe, wo – endlich! – die Häuser von Bärnkopf zwischen den Bäumen hindurchschimmern. Mit dieser höchstgelegenen Gemeinde des Waldviertels am Fuße des Weinsbergs (mit 1041 m einer der höchsten Erhebungen hierzulande) ist das Ziel der zweiten Etappe erreicht. Erschöpft lassen wir den Blick über den Weinsberger Wald streifen, das größte zusammenhängende Waldgebiet Österreichs. Pause und Einkehr in einem der Gasthäuser des Ortes, der vor allem als Langlauf-Zentrum bekannt und beliebt ist, als "Luftkurort" allerdings auch im Sommer einiges zu bieten hat.

Příjezd

Von Wien: A22 bis Stockerau, dann die B4 bis HOrn und die B 38 bis Groß Gerungs

Von Krems: B37 bis Zwettl, dann die B38 bis Groß Gerungs

Parkování

Hauptplatz Groß Gerungs

Další informace/odkazy

Waldviertel Tourismus
3910 Zwettl, Sparkassenplatz 1/2/2
(T) +43 2822 54109
Gebührenfrei im Inland:
(T) +43 800 300350
(E) info@waldviertel.at
(I) www.waldviertel.at

Tip autora

Es gibt welche, die die gesamte Tour an EINEM Tag absolvieren – als Training für einen Rad-Marathon etwa. Für Radler Normalverbraucher ist der Granittrail auf einen Schlag nicht zu schaffen, bestenfalls in zwei Teilen, am besten jedoch gemütlich in drei Etappen mit Übernachtung in genannten wirklich empfehlenswerten Unterkünften. Die Bahnverbindung nach Gmünd bzw. von Persenbeug nach Hause stellt kein Problem dar. Entscheidet man sich für zwei Etappen, birgt dies eine logistische Herausforderung, da sowohl Groß Gerungs als auch Bärnkopf/Gutenbrunn nur sehr schwer mit Öffis ansteuerbar sind.