Britta Keber
Ausstellungseröffnung: Samstag, 14. Februar 2026, 19 Uhr
Kunstgespräch - Britta Keber / Andreas Ortag
Die Kunst Britta Kebers ist in ihren Zeichnungen bereits konzeptuell angelegt und wird in der Malerei dann mit Farbe auf großem Format erweiternd fortgeführt. In einem offenen Gestaltungsprozess werden da wie dort kraftvoll Energien freigesetzt, wird aus einem emotionalen Impuls ein gestaltendes Geschehenlassen. Damit steht sie einerseits in der Tradition des „Abstrakten Expressionismus“, wo die Leinwand zur Arena des subjektiven Ausdrucks wird und dieser so als individueller Freiheitsbegriff verhandelt wird, andererseits wird in ihren Arbeiten eine dinghafte Form nie gänzlich eliminiert. Das bringt sie, was die österreichische Kunst angeht, in die Nähe zu Kurt Kocherscheidt. Auch Keber trifft die Entscheidung zwischen abstraktem Nachbild und gesehener Gegenständlichkeit in ihrer Malerei nicht, sondern agiert „in between“. Das Formlose findet als Deklassierung der Form zu neuen Formen, geht vom Ähnlichen zum Unähnlichen über. Es sind dann auch organische Formen, gesehen in der Natur oder an gefundenen Gegenständen, die Britta Keber in ihrer Arbeit dann in Zeichen verwandelt, in Zeichen, die sich jeder eindeutigen Lesbarkeit entziehen und damit auch inhaltlich einem offenen Bildkonzept entsprechen.
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