Burg Burgschleinitz

Burg

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Beschreibung

Sie ist wohl einer der romantischsten Orte der Umgebung und gehört zu den letzten Wasserburgen des Waldviertels - die Burg Burgschleinitz. Am Rande eines idyllischen Teiches, umgeben von einem tiefen Wassergraben ragt die massive Burgmauer in die Höhe.

Erstmals erwähnt wurde die Burg im 11. Jahrhundert, als Stammsitz des Geschlechts Schleunz, aus dessen Namen sich im Laufe der Zeit der Name „Burgschleinitz“ entwickelt hatte. Fortan wechselte das Anwesen laufend seine Besitzer. Auch die Habsburger konnten sich Mitte des 14. Jahrhunderts Eigentümer der eindrucksvollen Feste nennen, gaben sie jedoch schon bald als Lehen weiter.

1480 wird die Feste von hussitischen Truppen angegriffen und im darauffolgenden Kampf vollständig zerstört. Georg Bayer von Niederdürnbach tritt 100 Jahre später auf und beginnt mit dem Wiederaufbau – von seinem Wirken zeugt noch heute eine Inschrift auf dem Tonnengewölbe im zweiten Stock. Allerdings begeht dieser schon bald danach Selbstmord, wodurch das Lehen kurzfristig an Rudolph von Innspruckh fällt.
Zu Beginn des 30-jährigen Krieges wird auch Burgschleinitz wie unter anderem Gars von den böhmischen Truppen gebrandschatzt. Kurze Zeit später beziehen die Grafen Kuefstein schließlich die Burg. Erst nach über 300 Jahren werden sie von den Freiherren von Sazenhofen als Burgherren abgelöst.

Seit jeher haben Künstler, insbesondere Schriftsteller, ihre Muse auf Burgschleinitz gefunden. Neben gern gelesenen Autorinnen ihrer Zeit wie Alexandra Sazenhofen und deren Mutter sowie ihre Schwester hat auch einst Franz Grillparzer seine Inspiration auf der Wasserburg gesucht. Dieser Zeit der Muse ist unter anderem das Werk „Die Ahnfrau“ zu verdanken - verständlich, spielt das Drama doch ebenfalls auf einer Burg. Wie lange Grillparzer allerdings auf Burgschleinitz verweilt hatte, kann nicht sicher gesagt werden.

Damit die Wasserburg ihrem Namen wieder gerecht wurde, ist 1974 der Wassergraben, der unterhalb der Mauern verläuft, wieder gefüllt worden.

Heute befindet sich die Festung in Privatbesitz und wird von der Familie Eckert gemeinsam mit ihrer Tochter, der Schauspielerin Andrea Eckert, gepflegt.

Standort & Anreise

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