Schloss Waldreichs

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Wo verschlossene Türen ganz neue Möglichkeiten eröffnen – Erlebnis pur.

Das Schloss selbst ist nicht zu besichtigen, aber ein wahrer Geheimtipp für Naturfreunde. Es liegt am freien Feld zwischen dem Ottensteinersee und Allentsteig und ist idealer Ausgangspunkt für weitläufige, spannende Wanderungen durchs Waldviertel. Für ein Erlebnis besonderer Art sorgt ein Besuch der Falknerei Waldreichs. Nahe dem König der Lüfte spürt man die große Freiheit.

Lebendige Ruine

Schloss Waldreichs wird im Jahr 1258 erstmalig urkundlich erwähnt und gehört im Mittelalter einem Ring an Wehrburgen an, der zum Schutz der österreichischen Mark errichtet wird. In einer sehr bewegten Geschichte wird es mehrmals zerstört und wechselt oftmals den Besitzer. Von der ursprünglichen Burg ist nichts mehr erhalten – die Ruine wird in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts von der Windhag-Stipendienstiftung wiederinstandgesetzt und dient seit 1990 als Sitz des Forstamtes Ottenstein. Das Schloss beherbergt auch das spannende Niederösterreichische Falknerei- und Greifvogelzentrum Waldreichs – der Zutritt zu diesem Areal ist selbstverständlich erlaubt. 

Blickfang am Teich

Das Schloss, das bei der Restaurierung überwiegend neu aufgebaut wurde, ist eine Vierflügelanlage mit vorgelagertem Vorwerk und Torbau. Drei- bis viergeschossige Rundtürme mit Kegeldächern sowie ein bergfriedartiger Ostturm mit Zeltdach sind markante Hingucker. Die Rechteckfenster mit Granitrahmung und Schießscharten zitieren die Tage der alten Wehrburgen. Genauso wie die Einfahrt im Südosten mit Rundbogentor und einer darüber liegenden Zinnenmauer. Im Obergeschoß befinden sich ein Raum mit Rokoko-Landschaftsmalereien sowie eine Backstube mit gemauertem Ofen. Vor dem Torbau steht eine Sandsteinstatue des Heiligen Johannes Nepomuk auf einem geschwungenen Kalksteinsockel, datiert mit 1717. Die Schlosskapelle von 1450 wird 1669 umgebaut – von einem barocken Säulenaltar von 1721 sind noch Reste erhalten. Hier spürt man die Zeit und ihre Einflüsse an jeder Ecke.

Bei echten Falken zu Gast

Steinadler, Riesenseeadler, Blaubussarde, Milane, Mönchsgeier und Eulen – im Falknerei- und Greifvogelzentrum des Schlosses können verschiedene Falkenarten hautnah erlebt werden - und das erzeugt Gänsehaut. Hier erhält man spannenden Einblicke in die Arbeit mit Falken und die Lebensweise der Greifvögel im Kreislauf der Natur wird erklärt. Wer will mehr über die Funktion des Greifvogels als Jagdhelfer erfahren? Mit jedem Flügelschlag wird man mehr und mehr in den Bann dieser Tiere gezogen. 

Die Seenplatte erkunden

Eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt offenbart der . Inmitten des Landschaftsschutzgebietes führt die Tour an mehreren kleinen Gewässern vorbei – hier lässt sich´s für Groß und Klein gut wandern! Drei markierte Routen führen zu malerischen Plätzen, laden zum Verweilen und Entdecken. Tipp: Gerne bieten die Förster waldpädagogische Exkursionen an. 

Regionaler Genuss

Im Schlossstüberl wird während der Saison eine kleine Gastwirtschaft betrieben. Süße Kaffeejausen, Eis und regionale Produkte werde hier serviert: Rind- und Schweinefleisch von Bauernhöfen der Umgebung und BIO-Karpfen kommen (fang-)frisch auf den Tisch. Man schmeckt die Natur – wer jetzt so richtig Gusto aufs Waldviertel bekommt, macht sich am besten gleich auf den Weg.

Öffnungszeiten

Das Schloss selbst kann nicht besichtigt, sondern nur von außen bewundert werden. Frei zugänglich ist nur das Areal des Niederösterreichischen Falknerei- und Greifvogelzentrums Waldreichs.

Öffnungszeiten Niederösterreichische Falknerei- und Greifvogelzentrum Waldreichs:

April (ab 18. April): Donnerstag bis Sonntag (sowie an Feiertagen) 10 - 16.30 Uhr
Mai - September: Dienstag bis Sonntag (sowie an Feiertagen) 10 - 16.30 Uhr
Oktober (bis 13. Oktober): Donnerstag bis Sonntag 10 - 16.30 Uhr

Jeweils um 11 Uhr und 15 Uhr finden ab einer Mindestbesucheranzahl von 10 Personen Freiflug-Vorführungen der Greifvögel statt.