Ruine Schimmelsprung

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Wilder Aussichtsplatz mit tragischer Geschichte

Von oben sehen die Häuser im Kamptal aus wie Spielzeug. „Oben“, das ist die Ruine Schimmelsprung, die auf einer wilden Felskanzel gut 100 Meter über dem malerischen Tal thront. Doch, wo heute Frieden herrscht, spielten sich in der Vergangenheit tragische Ereignisse ab…

Seit mehr als 800 Jahren schaut das massive Gemäuer schon auf den träge dahinfließenden Unterlauf des Kamp hinab: 1196 wurde die ehemalige Hochburg erstmals urkundlich erwähnt.

Der Legende nach war der Burgherr überaus herrschsüchtig, brutal und beutete seine Untertanen bis aufs Letzte aus. Die unterdrückten Bauern wehrten sich schließlich und belagerten die Burg. Als der Burgherr mit seinen Schimmeln fliehen wollte, stürzte er über die Felswand. Daher der Name „Schimmelsprung“.

Belebte Natur, bewegt von tragischer Geschichte

Doch das entrückte Felsennest zeugt nicht nur von seiner tragischen Geschichte menschlicher Abgründe. Gleichzeitig ist es auch ein Ort üppig-sprießenden Lebens: einer sehr artenreichen Natur aus blumenreichen Fels- und Trocken-Lebensräumen. Knorrige Eichen und mächtige Buchen schmücken hier naturnahe Hangwälder.

Der Wald als Wächter

In der Ruine wachsen mächtige Eichen, die den Anschein erwecken, über den Ort zu wachen. Dadurch soll der Frieden, den er nach den grausamen Ereignissen vor langer Zeit schließlich doch noch gefunden hat, bewahrt werden. 

Erlebnis-Tipp: Etwas weiter oben, auf der Hügelkuppe des Schanzbergs, befinden sich Ausgrabungen einer mehr als 2.000 Jahre alten slawischen Wehranlage. Steigen Sie auf den Schanzberg in Thunau bei Gars zum Aussichtsfelsen der Ruine Schimmelsprung! Die Wanderung führt weiter durch den Eichen-Naturwald und schließlich zurück ins Kamptal.