Lohnbachfall

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200 Meter wildes Wasser im Waldviertel

Wenn man den Lohnbach zum ersten Mal sieht, möchte man nicht glauben, dass es sich wirklich um einen Bach handelt. Gerade dort, wo sein Wasser über mehrere Abschnitte acht Meter in die Tiefe stürzt, hat man es eher mit einem Fluss zu tun. Aber egal, ob Bach oder Fluss: Der Lohnbachfall in der wildromantischen Landschaft des Waldviertels gehört bei einem Besuch der Region unbedingt dazu.

Entlang des Lohnbachs zeigen sich alle Varianten fließenden Wassers. Sanft und kaum hörbar vor sich hin plätschernder Bach. Unterirdische Wasserfälle, die man nicht sehen, aber erahnen kann. Und natürlich auch herabstürzendes Wasser – mal im freien Fall, mal über kleine Kaskaden verteilt. Allen voran sind es jedoch die riesigen Granitfelsen, die die Faszination der Waldschlucht ausmachen. Sie wirken so, als stellten sie sich – grün und moosüberwuchert – dem Wasser in den Weg. Es ist kaum verwunderlich, dass die Schlucht als Naturdenkmal und als Teil des Europaschutzgebiets „Waldviertler Teich-, Moor- und Heidelandschaft“ ausgewiesen ist. 

Der Lohnbachfall – genau genommen sind es sogar mehrere Lohnbachfälle – ist das ganze Jahr über einen Besuch wert, sogar im Winter. Wenn die Temperaturen tief genug sind, gefriert das Wasser zu Eis und lässt bizarre Gebilde entstehen. Ein beeindruckender Anblick! Etwas Vorsicht ist in der kalten Jahreszeit dennoch geboten: Bei Schnee und Eis ist der Steg neben dem Lohnbachfall rutschig.

Geheimtipp: Am eindrucksvollsten ist der Lohnbachfall zur Zeit der Schneeschmelze oder nach Regenfällen. Dann ist das Bachbett prall gefüllt und die Wasserfälle tosen wild zu Tal. 

Die Kulisse des Lohnbachfalls trägt zur Schönheit des Gesamtensembles bei. Das Gelände in der Schlucht ist steil und unzugänglich, weshalb die Lohnbach-Schlucht auch heute noch in einem naturnahen Zustand erhalten ist. Neben den Wasserfällen tragen vor allem die moosigen Granitmauern und alten Bäume zum romantischen Gesamteindruck bei.

Wandern am Lohnbachfall

Direkt am Lohnbachfall führt ein gesicherter Steg durch die Waldschlucht. 

Die bekannteste Wanderung ist der Große Bärentrail, der sich oberhalb des Lohnbachfalls gabelt. Von dort aus geht es entweder am Hauptweg direkt weiter nach Altmelon (etwa zweieinhalb Stunden) oder nach Pretrobruck (etwa 30 Minuten). Wer Lust auf eine kürzere Wanderung hat, dem gefallen bestimmt die lange und kurze Variante des Lohnbachfallwegs.

Für Genießer: Im Gasthof-Pension Seidl in Pretrobruck wandern hauptsächlich heimische Produkte in die Töpfe und Pfannen. 

An wilden Wassern hat das Waldviertel einige im Programm! Auch der Höllfall ganz in der Nähe des Lohnbachs oder die Weißenbachklamm faszinieren mit ungezähmter Natur.