Burg Hardegg

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Die Majestät des Thayatals – ein imposanter Blickfang.

Auf einem Felsen über der kleinsten Stadt Österreichs thront eine der größten Wehranlagen Niederösterreichs. Mitten in der Tallandschaft der Thaya ist der aufragende Bergfried weit im Flusstal zu sehen – wie ein Magnet zieht Burg Hardegg alle Blicke auf sich. In den alten Burgmauern an der Grenze zu Mähren steckt viel Geschichte und ein Blick vom Ostturm weckt Lust, das Thayatal näher zu erkunden.

Ein Vermächtnis des Großadels

In der Mitte der Thaya verläuft seit jeher die Grenze zwischen Österreich und Mähren – wohl der Grund für die Errichtung der Burg. 1140 wird sie als Grenzfeste von Otto von Hardegg erstmals urkundliche Erwähnung. Ab 1187 dient sie als Herrschaftszentrum der Grafen von Plain-Hardegg – eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter seiner Zeit.  Im 14. Jahrhundert folgt eine 200-jährige Regentschaft des Burggrafen von Maidburg – die Anlage wird zu einer Doppelburg mit zwei Kapellen ausgebaut. Nach dem Tod Michaels von Magdeburg-Hardegg fällt die Burg an die Habsburger und Kaiser Maximilian I. verkauft sie 1494 an Heinrich Prueschenk, der anschließend zum Reichsgrafen von Hardegg erhoben wird. Nach einem Brand im Jahre 1506 sorgt Prueschenk für den Wiederaufbau der Burg, über 100 Jahre später wird sie an die Grafen von St. Julien und 1730 an die Fürsten Khevenhüller-Metsch verkauft. Ab dann wird die Burg kaum noch bewohnt, der Verfall setzt ein – ein Brand der Stadt Hardegg im Jahre 1764 tut das Seine dazu: Die Bürger beginnen, Teile der Burg abzutragen und die Materialien zum Aufbau ihrer Häuser zu verwenden. Die Anlage bleibt daraufhin die nächsten 100 Jahre unberührt, bis Ende des 19. Jahrhunderts Johann-Carl Fürst Khevenhüller-Metsch mit dem Wiederaufbau beginnt. Die Burg Hardegg befindet sich heute im Besitz von Gotthard Graf Pilati von Thassul zu Daxberg, Sohn der Marianne Grafin von Khevenhüller-Metsch. Neben Hardegg gehört ihm auch Schloss Ruegersburg.

Wahre Ritter wohnen anders

Mit 600 Metern Umfang beweist die Burg echte Größe. Rittersaal, Winterküche, Schmiede, Burgkapelle, Bergfried und Ausgrabungsstätte laden zu einer Besichtigung ein. Beim Rundgang durch die historischen Räumlichkeiten beginnt die Geschichte zu leben, Schritt für Schritt wächst die Neugier. Was verbindet den Bruder von Kaiser  Franz Joseph I. mit Hardegg? Im kleinen Kaiser Maximilian von Mexiko Museum kommt man diesem Geheimnis auf die Spur. Gerne im Alleingang. Die Waffensammlung in der Rüstkammer ist nur im Rahmen einer Führung geöffnet und zu besichtigen. Und? Wer wagt sich dabei auch hinunter ins alte Verlies? Dort spürt man das alte Mittelalter förmlich bis in die Knochen.

Schatzkammer Natur

Wer nach einem Burgbesuch noch mehr erkunden möchte, ist am Flussufer genau richtig: Die Region um Hardegg – das Thayatal – ist reich an kleinen und großen Schätzen. Nicht nur der Nationalpark, auch die umliegenden Regionen wie Waidhofen, Dobersberg, Kautzen, Raabs, Drosendorf oder das vinophile Retzer Land sind einen Ausflug wert. Unverfälschte Natur, traumhafte Rad- und Wandertouren sowie großartige Burgen und Schlösser liegen am Weg. Egal, in welche Richtung man sich bewegt: Einfach drauf los!

Öffnungszeiten

April  und Oktober I Samstag, Sonntag & Feiertage von 9.30 – 17 Uhr
Mai, Juni, September I täglich 10 Uhr bis 17 Uhr
Juli, August I täglich 10 Uhr bis 18 Uhr
Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten bei Voranmeldung