Nationalpark Thayatal

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Im Waldviertel gilt: Nichts berührt uns so wie das Unberührte

Entdecken, staunen, erholen, durchatmen: Im Nationalpark Thayatal ist all das möglich! Gleichzeitig. Denn an einem Ort, wo sich die Natur uneingeschränkt entwickeln darf, fühlen sich auch Menschen ihr wieder nah. Der Park mit seiner Tier- und Pflanzenvielfalt ist wie gemacht für Familienausflüge und Wandertouren.

Direkt an der Grenze zu Tschechien breitet sich der Nationalpark Thayatal auf 13 Quadratkilometern aus. Erstaunlich: Zwar ist er der kleinste Nationalpark des Landes, er beherbergt aber die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten. Mit der Wildkatze und dem Elch wurden im Thayatal bereits verschwundene Tierarten wieder gesichtet.

Hennerausblick: Thayatalblick auf Hardegg

Der Hennerausblick, oder auch Thayatalblick genannt, erhebt sich über dem anmutig geschwungenen Thayatal. Der Aussichtspunkt bietet die wohl schönste Ansicht der Stadt und Burg Hardegg

Auf dem Henner-Themenrundweg bekommen kleine Wanderer kindgerechte Einblicke in das Leben im Wald. Der kinderwagentaugliche Rundwanderweg führt nicht ganz zwei Kilometer zum Hennerausblick und wieder zurück zum Nationalparkhaus. Tastboxen, Gucklöcher und vieles mehr bringen Unterhaltung in die sechs Erlebnisstationen.

Webcam Nationalpark Thayatal, Hardegg:

Umlaufberg mit Blick vom Überstieg

Der Umlaufberg zwischen Hardegg und Merkersdorf ist die höchste Erhebung des Thayatals. Vom Aussichtspunkt auf 378 Metern tut sich ein spektakulärer Anblick auf: Der Berg aus Gneis wird fast zur Gänze von der Thaya umflossen. Zudem fällt der Blick auf einen zweiten Umlaufberg, den auf der tschechischen Seite des Nationalparks. Die Flussschlingen haben sich so tief in das Gestein der Böhmischen Masse gegraben, dass dadurch zwei „Bergzwillinge“ entstanden sind. Die Umlaufberge haben schon einige Jahre auf dem Buckel. Geologen zufolge könnten sie sogar bis zu 600 Millionen Jahre alt sein. 

Auf den felsigen Hängen des Umlaufbergs gedeihen arten- und blütenreiche Trockenrasen. Diese Rasen sind zwar karg, aber dennoch sehr nährstoffreich. Von Menschenhand kaum berührt, wachsen auf den Böden botanische Raritäten. Bei einer Wanderung auf den Umlaufberg passiert man außerdem naturnahe Hangwälder mit urigen Methusalem-Bäumen, den „alten Herren“ des Waldes.

Kajabachtal

Unterhalb der Ruine Kaja (die übrigens auch einen Besuch wert ist!) fließt der ungebändigte Kajabach durch sein Tal. Seltene Krebse leben im Flussbett und sonnen sich manchmal auf den Steinen. Und auch Fischotter sind im und um den Bach auf Jagd. 

Der Verlauf der Zeit ist im Kajabachtal besonders anschaulich. Jahreszeiten genauso wie Zeitalter: Im Frühling säumen bunte Frühlingsblumen den Bach, im Sommer schenken Farne und Moose eine erfrischende Kühle. Herbst und Winter sind voller Kontraste: Indian Summer trifft auf strahlendes Weiß. Mehr als 150 Jahre alte Bäume erheben sich über die Hänge, Totholz bietet Lebensraum für Tiere aller Art. 

Tipp: Ein Einstieg ins Kajabachtal ist schnell und einfach über den Kajaparkplatz möglich. Der Waldweg führt tief hinein ins immer wilder werdende Kajabachtal.

Einsiedler an der Thaya & Einsiedlerweg

Rätselhaft: Hat in der fünf Meter hohen Felsbehausung tatsächlich ein Eremit gelebt? Der Sage nach hat der fromme Mann den Hardeggern zur Silbermine auf der anderen Seite des Hangs verholfen … Wanderer können sich von der Einsiedlerwiese am Ufer der Thaya aus heute selbst ein Bild davon machen. 

Der Einsiedlerweg wird auch Wildkatzenwanderweg genannt und führt auf sechs Kilometern gemütlich durchs Thayatal. 

Naturparks, Felsformationen, verwunschene Plätze: Das Waldviertel hat zahlreiche Facetten der Natur zu bieten. Gehen Sie auf Entdeckungsreise!