Druidenweg

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Wandern auf den Spuren der Kelten

Am Druidenweg bietet sich ein geheimnisvolles Bild: eines aus moosbewachsenen Steinformationen, wildem Wasser und üppigen dunkelgrünen Wäldern. Gut vorstellbar, dass sich Druiden zu Zeiten der Kelten gerade deswegen diesen Platz für Versammlungen ausgesucht haben. Heute können Besucher auf ihren alten Pfaden wandeln.

Gut vier Stunden Zeit sollten Wanderer für den Druidenweg mitbringen, um die ganze Schönheit der Natur in vollen Zügen genießen zu können. Der Wanderweg schlängelt sich auf einer Strecke von fast neun Kilometern durch eine faszinierende Landschaft. Wegen des gut ausgebauten Weges, der Beschilderung und des Erlebnisfaktors wurde der Druidenweg-Ysperklamm Nr. 31 mit dem „Österreichischen Wandergütesiegel“ als besonders wertvoll ausgezeichnet.

Schon gesehen? Die keltische Rune MANNAZ weißt als Symbol den (Druiden-)Weg. Es bedeutet „Mann“ oder „Mensch“ und soll die Wanderer vor feindlichen Einflüssen schützen.

Die Highlights des Druidenwegs:

  • Ysperklamm: Optisch wie auch akustisch ist die Ysperklamm ein absoluter Höhepunkt auf dem Rundwanderweg. Die Große Ysper überwindet auf einer Länge von drei Kilometern etwa 300 Höhenmeter. Viele kleine und größere Wasserfälle gehören zur Klamm, die auf gut gesicherten Stegen problemlos besichtigt werden kann. 
  • Steinformationen mit klingenden Namen: Die anmutigen Felsgebilde aus Weinsberger Granit heißen „Phallus mit Vulva“, „Sitzender Hund“, „Stehende Schale“ oder „Wohnhöhle“. Besucher lassen beim Betrachten am besten der Fantasie freien Lauf!
  • Ödteich: Am oberen Ende der Ysperklamm befindet sich der Ödteich, von dem heute nur noch ein Fichtenwald übrig ist. Das künstlich angelegte Gewässer war ursprünglich als Fischteich und zum Holztransport gedacht.
  • Druidentreffpunkt: Die großen Blöcke aus Granit wirken wie eine künstliche Anlage mitten im Wald. Sie tragen die Bezeichnungen „Äußerer Steinkreis“ und „Innerer Steinkreis“, und Schätzungen zufolge fanden an dieser Stelle keltische Priesterversammlungen statt. In der Mitte befindet sich der Zentrumsstein, der starke Energieschwingungen aufweisen soll. Es gibt hier auch „Opferschalen“, die wie von Menschenhand gemacht erscheinen, aber in Wahrheit von Säuren im Regenwasser aus dem Granit gelöst wurden. 

Gut zu wissen: Südlich des Druidentreffpunkts findet man eine weitere Felsformation, die „Heiliger Bezirk“ genannt wird. Besonders sehenswert: Die Felsfigur „Sphinx“. 

Naturwald beim Kaltenbergkreuz

Ein Highlight im letzten Stück des Druidenwegs ist der Blick vom Kaltenbergkreuz auf das weite Yspertal und zum mächtigen Ostrong. Am Aussichtspunkt liegt Wanderern sprichwörtlich das Waldviertel zu Füßen. Gegenüber zeigt sich der Peilstein von seiner schönsten Seite, und das Yspertal ist ohnehin einen zweiten Blick wert. Oder noch einen dritten, oder vierten? 

Auf dem Weg zum Kaltenbergkreuz sollte man auch aufmerksam rechts und links schauen. Hier wächst ein seltener Naturwald mit wuchtigen Buchen und Tannen. Im Waldviertel gibt es nur noch wenige Naturwälder dieser Art. Es ist selten, dass heute Wälder den von Natur aus vorkommenden Arten entsprechen.

Egal ob mit oder ohne Faible für keltische Priester: Die verwunschene Natur am Druidenweg begeistert auf ganzer Linie!