Peilstein im Yspertal

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Das Waldviertel kann auch gebirgig sein

Der Ostrong-Höhenzug ist des Waldviertels mächtigste Erhebung. Der höchste Gipfel der Hügelkette ist der Peilstein von welchem Wanderer uneingeschränkte Weitblicke über die sanften Hügel Niederösterreichs genießen können. Um die Erhebung rankt sich gar manch‘ außergewöhnliche Geschichte.

Wer glaubt, im Waldviertel gäbe es keine richtigen Berge, sollte sich schnell beim Peilstein mit seinen beiden Gipfeln entschuldigen! Der Peilstein im wildromantischen Yspertal bietet eine mittelmäßig schwierige Wanderung über beide Gipfel. Der beliebteste direkte Anstieg führt von Laimbach über die Schneidermauer und den Kleinen Peilstein zum Ziel – dem Großen Peilstein. Der Aufstieg dauert etwas mehr als eine Stunde und führt zum vermutlich beeindruckendsten Aussichtsplatz im südlichen Waldviertel. Der Felssporn des Kleinen Peilsteins trägt ein richtiges Gipfelkreuz und vermittelt ein bisschen Alpenfeeling.

Der Große Peilstein

Der höchste Gipfel des südlichen Waldviertels ist der Große Peilstein mit 1.061 Metern. Er ist die höchste Erhebung des Ostrong-Bergrückens, der sich sanft über das Yspertal erhebt. Wanderer haben von hier aus einen grandiosen Blick über das Ysper- und Weitental – und bis weit in das südliche Waldviertel hinein! 

Der Kleine Peilstein

Der „kleine Bruder“ gilt unter Wanderern als der wildere und spannendere Gipfel der beiden. 
Zwar befindet sich der Kleine Peilstein nicht in den Alpen, man könnte es aber fast glauben. Die felsige, karge alpine Dramatik wird durch das Gipfelkreuz ganz oben noch unterstrichen. Sanft wellig und grün breitet sich die Hochfläche des Waldviertels zu Füßen des Kleinen Peilsteins aus. Bei fast 500 Metern Höhenunterschied sehen von hier oben die Häuser von Laimbach tief unten im Tal aus wie Spielzeug. Tragen Sie sich unbedingt ins Gipfelbuch ein!

Tipp: Tolle Fotomotive stellen die Felsgebilde mit knorrigen Altbäumen und Totholz dar. Sie sind unterhalb des Gipfel-Ensembles am Kleinen Peilstein sowie bei der Schneidermauer zu finden.

Die Waldviertler lieben Geschichten! So auch die Sage vom einsamen Fisch im Ostrong. Den Erzählungen nach ist die Bergkette des Ostrongs hohl, in der Mitte liegt ein großer See. Und in dem schwimmt ein einziger, einsamer Fisch, der seit ewigen Zeiten versucht, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Wenn man manchmal auf den Peilsteinen dumpfe Geräusche hören kann, dann ist das die Schwanzflosse des Fischs, die gegen die Bergwände schlägt.

Sie sehen: Wandern im Waldviertel ist nicht zu unterschätzen! Besuchen Sie zum Beispiel auch den Mandelstein bei Harbach oder den Nebelstein. Wer möchte, kombiniert den Ausflug zu den Peilsteinen mit anderen Touren in Niederösterreich. Ideal dafür geeignet ist der Kaiserstein-Peilstein-Rundwanderweg ausgehend von der Johanneskapelle in Münichreith.