• In der malerischen Kulisse der Burg Gars versammeln sich zahlreiche Besucher, um ein unvergessliches Opernerlebnis unter freiem Himmel zu genießen. Die sanften Hügel des Waldviertels umrahmen die Bühne und schaffen eine zauberhafte Atmosphäre, die die Herzen der Zuschauer berührt.
    ©© Oper BURG GARS Alexander Ch. Wulz

Waldviertler Opernsommer in Gars

Auf den Wegen berühmter Sommerfrischler durch das geschichtsträchtige Gars am Kamp.

Eine einzigartige Kombination aus Geschichte, Kultur und Natur. Der traditionsreiche Luftkurort blickt auf eine lange Vergangenheit zurück, welche von der einzigen freistehenden Babenbergerburg Österreichs ebenso geprägt wird wie von seiner Blütezeit als beliebter Sommerfrische-Ort mit dem ein oder anderen bekannten Gesicht. Bis heute zieht der Ort Erholungssuchende, Kulturinteressierte und Naturliebhaber gleichermaßen an.

Reisetipp Waldviertler Opernsommer

Das Opernhaus des Waldviertels

Oper in ihrer dramatischsten Form, eine in der Historie integrierten Bühne und großartige Stimmen - dafür ist die Oper BURG GARS bekannt.
Die einzigartige Atmosphäre der tausend Jahre alten Burgmauern und die einmalige Akustik machen bis heute den Zauber dieser außergewöhnlichen Naturkulisse aus. Für bis zu 1.250 Gäste wird Oper hier unter freiem Himmel in ihrer ursprünglichsten Form, ohne jede Verstärkung, erlebbar.

Auch diesen Sommer entfaltet sich von 11. Juli bis 1. August eine der bewegendsten Opern der Musikgeschichte. „Madama Butterfly” ist die berührende Geschichte über Hoffnung, Liebe und das bittere Erwachen einer Frau zwischen zwei Welten. Puccinis Oper zählt bis heute zu den weltweit erfolgreichsten Bühnenwerken, nicht nur wegen ihrer ergreifenden Musik, sondern auch wegen ihrer zutiefst menschlichen Geschichte.
Auch zwischen den Opernzeiten ist die Burg das ganze Jahr über Veranstaltungsstätte für eine Vielzahl an Konzerten, Lesungen, Kabaretts und Festen aller Art.

Geschichte hoch über Gars

Die über dem Doppelort Gars-Thunau thronende Burg Gars ist die einzig freistehende Babbenbergerburg Österreichs. Sie zählt zu den ältesten Burganlagen in Niederösterreich und stand noch ganz in der Art der alten Wallburgen. Im 11. Jahrhundert erbaut, war es die Hauptresidenz Leopolds II. Sein Sohn Leopold III., der Heilige und Landespatron von Niederösterreich, soll hier geboren worden sein.
Der dreigeschossige Renaissancetrakt neben der Ruine wurde teilweise restauriert. Besonders sehenswert sind der begehbare Nordturm, dessen Aussichtsplattform einen atemberaubenden Blick auf eine jahrhundertealte Kulturlandschaft ermöglicht und die am Südhang liegende, gotische Gertrudskirche.

Auf den Spuren berühmter Sommergäste

Bereits im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich Gars am Kamp zu einer der bekanntesten Sommerfrischen Niederösterreichs. Dank der Kamptalbahn fanden zahlreiche Wiener Familien den Weg in den Luftkurort, um den Sommer inmitten von Natur, frischer Luft und kultureller Vielfalt zu verbringen.
Ob Franz von Suppè seinen Boccaccio-Marsch tatsächlich in seiner Sommerresidenz in Gars komponiert hat, ist nicht unumstritten. Sicher hingegen ist, dass er viele Sommer in seiner eigenen Villa, dem Sophienheim, verbracht hat. Von seinem Grundstück ausgehend, wurde ihm zu Ehren eine eigene Suppè-Promenade zwischen Kamp und Kurpark angelegt. Dort kann man heute auch noch das als „Chinesisches Zentrum“ - unter „Gesundheitspapst“ Willi Dungl erbaut, bewundern. Es war das zweite Gebäude in dem er in den 80er-Jahren viel Prominenz aus dem In- und Ausland behandelte. Unter ihnen auch Falco, der sich 1987 sogar seine eigene „Falco-Villa“ kaufte. Diese bewohnte er in den Sommermonaten meist gemeinsam mit seiner Mutter und blieb nach seinem Verlassen größtenteils unverändert.
Ein Besuch im Zeitbrücke-Museum mit seiner Ausstellung zur Geschichte der Sommerfrische oder ein Rundgang durch den historischen Kurpark führen auf die Spuren der berühmten Gäste.

Nächtigen zwischen Natur und Kultur

Die lange Tradition als Sommerfrische-Ort spiegelt sich bis heute in der herzlichen Gastfreundschaft wider. Besonders erlebt man diese bei einem Aufenthalt in der geschichtsträchtigen Waldpension Mück, wo einst auch schon Falco, alias Hans Hölzel, seine Tage und Nächte verbrachte. Zentral gelegen und somit optimaler Ausgangspunkt für weitere Ausflüge ist das Gästehaus Winglhofer, direkt am Hauptplatz. Wer eine moderne und unkomplizierte Unterkunft bevorzugt, ist im Smart Motel genau richtig.
Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Ferienwohnungen, Privatzimmer und Pensionen in der Region.

Von Mohn bis Wein

Für klassische Waldviertler Küche, regionale Produkte und Kamptaler Weine ist der Gasthof Poldiwirt die richtige Adresse. Schon seit über 120 Jahren werden hier Gäste verwöhnt.
Eine besondere, kulinarische Empfehlung ist ein Besuch in der Kurkonditorei Ehrenberger zur Verkostung der Original Waldviertler Mohnzuzler. Diese werden seit über 30 Jahren ausschließlich vor Ort gebacken und bestehen aus goldgelb gebackenem Mürbteig und saftiger Mohnfülle, verfeinert durch einen gerösteten Mandelkern und einer Rum-Zwetschke.
Regionaler Weingenuss und gelebte Kulturtradition werden jedes Jahr aufs Neue bei der Kürung des „Garser Weines“ gefeiert. Seit 2006 entscheidet eine fachkundige Jury in Blindverkostungen über jenen Kamptaler Wein, welcher im folgenden Jahr diesen besonderen Titel tragen darf.  Hierfür wird jährlich eine neue Etikette, in Zusammenarbeit mit regionalen Künstler:innen, gestaltet. Sowohl Name als auch das Design bleiben bis zur feierlichen Weinsegnung streng geheim.

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