Das Schloss Maissau, am Fuße des Manhartsberges, zählt zu den ältesten und bedeutendsten historischen Bauwerken des Weinviertels. Ursprünglich als mittelalterliche Burganlage errichtet, prägt es heute als weitläufiger Schlosskomplex das Ortsbild von Maissau und zeugt von über 900 Jahren bewegter Geschichte.
Geschichte
Die Anlage wurde erstmals 1122 urkundlich erwähnt und diente als Stammsitz von Rudolf und Rozinus von Maissau. Im Laufe des Spätmittelalters war Maissau ein bedeutender Herrschaftssitz, dessen Einfluss weit über die Region hinaus reichte.
Nach dem Erlöschen der Maissauer Familienlinie 1440 gelangte die Burg durch Erbschaft über die Familien von Eckartsau und Zelking an Adam von Traun, dessen Nachkommen ab 1653 den Reichsgrafenstand führten. Seit mehr als 480 Jahren befindet sich die Anlage ununterbrochen im Besitz der Grafen von Abensperg-Traun.
1645 wurde Schloss und Stadt durch schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg beschädigt. Umbauten im 19. Jahrhundert verliehen dem Südtrakt ein neugotisches Erscheinungsbild, während ältere Teile noch frühgotische Architektur zeigen.
Anlage
Das Schloss besteht aus einem mittelalterlichen Kern mit Bergfried, Torturm und Burghof sowie einem erweiterten Schlosstrakt, der teils romanisch, teils neugotisch geprägt ist. Der Südbau ist bereits von weitem sichtbar und zeigt die verschiedenen Bauphasen der Jahrhunderte.
Im Inneren befinden sich historische Räume wie eine gotische Halle und frühere Nutzräume, welche man noch heute für verschiedenste Veranstaltungen nutzen kann.