Beschreibung
Das Schloss Maissau blickt auf eine beeindruckende, über 900-jährige Geschichte zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es im Jahr 1122 mit den Herren Rudolf und Rozinus von Maissau. Durch die Erbfolge gelangte die Burg im Jahr 1440 an die Herren von Eckartsau, durch Heirat fiel die Burg 1526 in den Besitz der Familie Abensperg und Traun, die es bis heute bewohnt und pflegt.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1645 im Zuge des sogenannten Schwedensturms schwer beschädigt. Zwischen 1870 und 1879 erfuhr das Anwesen einen umfassenden Umbau im neugotischen Stil, an dem die Architekten Johann Julius Romano und August von Schwendenwein maßgeblich beteiligt waren. Glücklicherweise blieb das Schloss während des Zweiten Weltkriegs unversehrt – nicht zuletzt, weil die Besitzer hier lebten und die russischen Truppen nur kurzzeitig in der Region verweilten.
Heute präsentiert sich Schloss Maissau in zwei architektonisch reizvollen Gesichtern: Der von der Stadt aus sichtbare Südtrakt zeigt seit dem Umbau des 19. Jahrhunderts eindrucksvolle Elemente des romanisch-neugotischen Stils, während der dem Wald zugewandte, ältere Teil aus dem 15. Jahrhundert noch frühgotische Bauformen erkennen lässt – besonders am markanten Wart- und Wehrturm. Hinter dem Schloss erstreckt sich der idyllische Schlosswald, der dem Ensemble eine besonders harmonische und malerische Atmosphäre verleiht.
Weingut Schloss Maissau
Das Weingut Schloss Maissau ist bekannt für seine Fokussierung auf die Rebsorte Grüner Veltliner. Seit 2006 widmet sich die Familie Gruber der Bewirtschaftung der historischen Weinberge rund um das Schloss. Die Weingärten liegen am Südosthang des Manhartsberges, einem Granitmassiv, das ideale Bedingungen für den Weinbau bietet. Die Weine zeichnen sich durch Frische, Mineralität und Eleganz aus, typisch für das Klima des Weinviertels. Besonders hervorzuheben sind die Lagen Juliusberg, Quittengang, Neuberg-Schanz und Steinwandl.