Burg Heidenreichstein

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Das schönste Wasserschloss des Landes – nie zerstört, nie verkannt.

Zur Hälfte von Wasser umgeben ragt die Burg Heidenreichstein nordöstlich von Gmünd in den Himmel: Als größte mittelalterliche Wasserburg Österreichs entführt sie über zwei Zugbrücken in eine Welt aus einer anderen Zeit. Oder zu einem Tag in einer anderen Welt. Je nachdem – alles was sicher ist: Faszination pur für die ganze Familie!

Stark wie ein Felsen

Die Burg Heidenreichstein ist als schönste Wasserburg Österreichs bekannt. Ihr besonderes Merkmal: Sie wird in ihrer Jahrhunderte langen Geschichte nie zerstört. Der Ursprung wird etwa um das Jahr 1160 mit dem Bau des Bergfrieds gelegt. Für Heidenreichstein – gleich wie für  Raabs und Litschau – gilt die Bezeichnung „Herrschaftsgut“ schon um die Hälfte des 14. Jahrhunderts und räumt der Herrschaft Gerichtsbarkeit und Vogtei sowie nachfolgend die Rechte auf Fischerei, Jagd, Wildbann und die Mühlrechte ein. Im 16. und 17. Jahrhundert setzt allgemein ein starker Verfall der Burgen ein, viele werden  von geistliche Grundherrschaften übernommen  oder verlassen, weil sie als Wohnsitz zu unbequem erscheinen oder zu teuer sind – auch die Wasserburg wechselt mehrmals ihre Besitzer. 1679 übernimmt Maria Marchese degli Obizzi, geborene Gräfin Palffy, das Gut. Sie bestimmt, dass Heidenreichstein zu einem unteilbaren Familienbesitz wird. Im Jänner 1947 verstirbt Ladislaus, der letzte Fürst der Palffy'schen Linie – durch ein Freundschaftsvermächtnis geht der Besitz der Burg an Graf Rudolf van der Straten-Ponthoz über. Nach dessen Tod erbt seine zweitgeborene Tochter Josefine – verheiratet mit Christian Graf Kinsky von Vchinic und Tettau – die Burg und das Gut. Nach wie vor ist das Wasserschloss ständiger Wohn- und Verwaltungssitz der Familie Kinsky – es besteht heute aus Forstwirtschaft, Teichwirtschaft, Jagdbetrieb, Landwirtschaftsfläche und Burgmuseum.

Mächtiger Auf- und Eintritt

Imposant, beeindruckend, einfach gewaltig: Noch heute wird die Wasserburg über zwei Zugbrücken betreten – man fühlt sich schlagartig auf einer Zeitreise. Die vier Flügel, die drei Ecktürme und der Bergfrieds haben bis zu vier Meter dicke Mauern und im dreigeschossigen Wohnflügel mit Wendeltreppen und Arkaden spiegeln die verschiedenste Zeitepochen wider. Eine tausendjährige Tischplatte, unzählige Tische, Stühle und Schränke uvm erzählen von der Gotik, Renaissance- und Barockzeit. Zudem hat Graf Christian Kinsky (1924-2011) liebevoll eine Sonderausstellung zusammengestellt – ausgewählte Exponate und viel Persönliches aus dem Leben und Wirken der Adelsfamilie steht zur Schau. Neben einer klassischen Burgführung gibt es einen besonderen Reiz: Wer ist mutig genug und geht mit auf Erkundungstour – hinein in den Geheimgang des Bergfrieds? Man spürt den Reiz des Ungewissen!

Da geht noch was - auf ins Moor!

Nahe der Stadt Heidenreichstein erstreckt sich der Naturpark Heidenreichsteiner Moor. Auf einer Fläche von ca. 30 ha ist ein Drittel davon offenes Hochmoor – ein Naturschauspiel der besonderen Art – umgeben von mit Fichten, Kiefern und Birken bewachsenen Moorwald. Fleischfressende Pflanzen, Jagdspinnen, mystische Felsformationen und vieles mehr lassen sich hier entdecken. Man spürt Neugier und Respekt, Faszination und Ohnmacht  – Lust auf die Entdeckung einer 10.000-jährigen Vegetationsgeschichte?

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag I Montag geschlossen
Während der Saison: Auch montags und an den Feiertagen geöffnet
Führungen um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr.