Zisterzienserstift Zwettl

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Die granitgraue Größe im Waldviertel

Der Schwerpunkt des Stiftes liegt in den Aufgaben der Seelsorge. Das Stift führt unteranderem ein Bildungshaus, ein Sängerknabeninstitut, eine Privatschule und ist Schaplatz kultereller Höhepunkte.

Geschichte

1138 gründete Hadmar I. von Kuenring nahe der Stadt Zwettl ein Kloster und berief Zisterziensermönche aus Heiligenkreuz ins Waldviertel. Sie errichteten die erste Klosterkirche, den Kapitelsaal, Wohn- und Arbeitsräume und den Kreuzgang als Verbindung dieser Bereiche. Für das Mittelalter ist bereits ein bedeutendes Scriptorium (Schreibstube) im Stift Zwettl bezeugt.
Der romanisch-gotische Kreuzgang mit dem stimmungsvollem Brunnenhaus, dem Kapitelsaal, dem Dormitorium und dem Necessarium zählt aus kunsthistorischer Sicht zu herausragenden Beispielen mittelalterlicher Baukunst.

Im 14. Jahrhundert wurde der romanische Chor der Kirche durch einen lichten und hohen gotischen ersetzt. Das romanische Langhaus blieb bis Anfang des 18. Jahrhunderts in Verwendung. Im Zuge der groß angelegten Barockisierung unter Abt Melchior Zaunagg erhielt auch das Gotteshaus ein neues Erscheinungsbild: Eine monumentale Turmfassade empfängt den Eintretenden, im Inneren dominieren der mächtige Hochaltar, 16 Seitenaltäre, das intarsierte Chorgestühl und die bekannte Egedacher-Orgel.

Auch eine neue Bibliothek wurde geschaffen und von Paul Troger in fünf Gewölbefeldern mit den Taten des Herkules geschmückt.

Stift Zwettl heute

Die Zwettler Mönche widmen sich traditionell in erster Linie der Seelsorge. Es werden 14 Pfarren betreut und auch die Krankenhausseelsorge in Zwettl liegt in den Händen eines Paters.
Einen weiteren Schwerpunkt stellt der Bildungsbereich dar. In den 1990er Jahren gründete Stift Zwettl in Yspertal eine Privatschule, die „Höhere Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft“, die in fünf Unterrichtsjahren zur Matura führt.

Fast 100 Jahre besteht das Bildungshaus Stift Zwettl. Besinnung – Begegnung – Information stehen im Fokus verschiedenster Angebote der Erwachsenenbildung.

Forstwirtschaft und Fischzucht bilden das wirtschaftliche Standbein des Klosters.
Kulturell sind in erster Linie die „Internationalen Konzerttage Stift Zwettl“ bedeutend. Sie finden jedes Jahr im Juni und Juli statt und widmen sich bei Aufführungen in Stiftskirche und Bibliothek besonders der Barockmusik.

Sehenswertes

  • Kreuzgang mit Brunnenhaus (Audiorundgang)
  • Stiftskirche & Schatzkammer (Führung)
  • Klosterladen
  • Historische Gärten
  • Stiftsrestaurant und Kaffeehaus in der Orangerie

Geöffnet: Ostern bis Oktober

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