"Die Acht Frauen" eine Kriminalkömodie in drei Akten von 12. bis 27. Juni im Theater im Kopf-Bahnhof.
Im Sommer jeden Jahres wird in der ehemaligen Lok-Remise am Kopf-Bahnhof in Groß Gerungs Theater gespielt, einem sehr ungewöhnlichen Ort für Theatervorstellungen.
Groß Gerungs ist seit 1903 der Endbahnhof des Südastes der Waldviertelbahn. Da die Remise nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigt wird, wird sie nunmehr seit über 20 Jahren als Theater verwendet. Seitdem bringen Laiendarsteller aus Groß Gerungs und Umgebung humorvolle, zugleich aber auch hintergründige Stücke auf die Bühne.
Programm
Ort des Geschehens ist eine abgelegene Villa in einem kleinen französischen Ort. Eine wohlhabende Familie kommt zusammen, um das Weihnachtsfest zu feiern. Doch der Hausherr - der einzige Mann im Haus - wird tot aufgefunden. Tot sind auch das Telefon und das Auto. Der Schnee liegt meterhoch, man ist von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Drei Generationen Weiblichkeit eingesperrt, und keine der Damen scheint sauber zu sein. Sie intrigieren, verdächtigen, lügen, betrügen und beschuldigen - denn Panik kommt auf: Ist der Mörder noch im Haus, muss es eine Mörderin sein!
Der französische Autor Robert Thomas spielt lustvoll mit den Rollenbildern der 50er Jahre. Er nimmt den machtvollen Patriarchen - verantwortlich für das materielle Wohl von Familie und Angestellten - aus dem Spiel und überlässt das Feld komplett den Frauen. Dämme brechen, Innerstes kehrt sich nach außen und Masken fallen - bis am Schluss eine überraschende Wendung wieder alles in Frage stellt.