Bruneiteich bei Altmanns

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Petri Heil im Waldviertel!

Der Bruneiteich ist einer der größten Fischteiche des Waldviertels. Dort fühlen sich nicht nur Fische wohl! Der malerische Teich ist auch einer der bedeutendsten Lebensräume für Wasservögel und steht daher unter Naturschutz. Einmal im Jahr, genauer Ende Oktober, lebt beim Bruneiteich eine ursprüngliche Tradition wieder auf: das Abfischfest.

Zwei Dinge harmonieren am Bruneiteich bei Altmanns in der Nähe von Heidenreichstein ganz wunderbar: Artenreiche Natur mit vielen seltenen Wasservögeln und Teichwirtschaft. Während im Wasser selbst Karpfen, Maränen und Jungzander heranwachsen, breitet sich rundherum eine sehr nordisch anmutende Landschaft aus Verlandungsmooren, Schilf und felsigen Waldufern aus. Bereits 1979 wurde das Areal als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und seither ist um den 38,7 Hektar gr0ßen Fischteich Ruhe eingekehrt. Eine Ruhe, die Tier und auch Mensch guttut! 

Im Naturschutzgebiet haben sich seltene Vogelarten wie Bekassine, Rotschenkel, Birkhuhn, Flussseeschwalbe, Hauben-, Schwarzhals- und Zwergtaucher angesiedelt. Sie brüten in den Moor- und Schilfzonen am Teich. Die Moorflächen und Schilfzonen dürfen nicht betreten werden, um die Brut nicht zu gefährden und die Vögel zu stören!

Wer sich mit der Faszination des Fischens genauer beschäftigen möchte, schaut am besten Ende Oktober beim Abfischfest am Bruneiteich vorbei. Einmal im Jahr wird bei dieser Art des „Erntedanks“ das Wasser aus dem Teich abgelassen, um die darin gewachsenen Fische „ernten“ zu können. Sie werden mit Keschern und Netzen in Wasserbottiche gegeben. Besonders interessant sind die Blicke hinter die Fischer-Kulissen mit Fischer-Latein und natürlich die regionalen Delikatessen. 

Die Geyersteine

Unweit des Bruneiteichs, im angrenzenden Wald, versteckt sich eine außergewöhnliche Felsformation. Die moosüberwucherten Granitkolosse wurden nach dem 1965 verstorbenen Komponisten Franz Geyer benannt. Franz Geyer war Ehrenbürger von Heidenreichstein und komponierte die für die Region typischen Waldviertler Lieder. Die Geyersteine – auch „Franz-Geyer-Gedächtnisstätte“ genannt – wirken im schummrigen Nadelwald sehr geheimnisvoll.

Wie die meisten Granitformationen des Waldviertels sind auch die Geyersteine sogenannte Restlinge. Die Gesteinsreste wurden durch in Spalten eindringendes Wasser und darin gelöste Säuren aus dem Rumpf des uralten variszischen Gebirges herausgelöst.

Die Geyersteine sind nur wenige Gehminuten vom Teichufer und dem Parkplatz zu finden.

Einatmen, ausatmen, die frische Luft genießen! Eine Wanderung zum Bruneiteich ist Entspannung pur. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, kann den Bruneiteichweg gehen. Die kleine Wandertour beginnt beim Haus des Moores in Heidenreichstein 

Wichtig: In den Moorflächen und Schilfzonen des Teiches leben sehr seltene und bedrohte Tierarten. Diese Zonen bitte nicht betreten, um die Natur so intakt zu belassen, wie sie ist.