Wackelstein Amaliendorf

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Wer bringt den Koloss zum Wackeln?

Physikalische Kräfte sind wirklich etwas Erstaunliches … Der Wackelstein in einem lichten Nadelwald nahe Amaliendorf ist 105 Tonnen schwer – und kann dennoch in Bewegung versetzt werden! Darum ist der Granitriese eine kleine Berühmtheit im Waldviertel. Schaffen auch Sie es, den Stein wackeln zu lassen?

Wie ein riesiger Helm prangt der Wackelstein im Schremser Wald auf der Anhöhe Frühappel, umgeben von ein paar kleineren Stein-Kollegen. Der runde Granitrestling liegt auf einem zweiten, flachen Stein und kann daher mit dem richtigen Schwung bewegt werden. Auffällig sind auch die Löcher an den Seiten des Steins. Sie deuten darauf hin, dass einmal Sprengungen daran versucht wurden. Der Stein wackelt übrigens nur, wenn man ihn an einer gewissen Stelle am linken Rand drückt.

Der Wackelstein ist mit seinem Stein-Ensemble ein Überrest einstiger Gebirgsgipfel des variszischen Gebirges und damit bereits Millionen von Jahren alt.

Event-Tipp: Jährlich findet im Juli das Wackelsteinfestival im Wald um die Felsformation statt. Bands, Musikworkshops und ein buntes Kinderprogramm rund um Folkmusik verwandeln den Waldboden in eine Tanzfläche.

Wandermöglichkeiten zum Wackelstein

Eine Wanderung zum Wackelstein ist vor allem im Sommer ein Genuss, wenn die Nadelbäume vor der Sonne schützen.

  • Der Rundwanderweg „Pfad“ führt von Amaliendorf nach Aalfang und durch das Haslauer Moor zum Wackelstein. Auf dem etwas mehr als 11 Kilometer langen Wanderweg passiert man das Naturschutzgebiet und natürlich auch den unübersehbaren Wackelstein. Mit drei Stunden Gehzeit ist zu rechnen.
  • Der Wackelsteinweg bringt Wanderer direkt zum Granitfelsen. Zwischen Schrems und Amaliendorf-Aalfang legen Sie in einer Stunde eine Strecke von 4,7 Kilometern zurück. 

Steinige Sagen & Geschichten

Wie immer, wenn sich Menschen natürliche Phänomene nicht erklären können, erfinden sie Geschichten. So sollen der kleine Stein und der Wackelstein einst nebeneinander gelegen haben. Das ging so lange gut, bis eines Tages der Teufel auf einem Spaziergang ins Stolpern kam. Dabei stieß er den großen Stein auf den kleinen. 

Eine andere Erzählung handelt von den Kelten. Sie haben die Steine als Orakel und Opferschalen benutzt. In der Bewegung der Steine fühlten die Kelten das Auf und Ab des Lebens. 

Es ist noch gar nicht so lange her, da hielt sich ein Brauch im Waldviertel: Bei abnehmendem Mond sollte man genau an der Stelle durchkriechen, wo der große Wackelstein auf dem kleineren aufliegt und sich ein enger Winkel bildet. Der Sage nach heilt der Stein dadurch Hexenschuss.

Wackelstein-Fans sollten unbedingt auch einen Zwischenstopp im Naturpark Blockheide einplanen!