Waldreichser Teiche

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Vogelparadies und natürlicher Rückzugsort

Die Bezeichnung „malerisch“ trifft auf die Waldreichser Teiche in der Nähe von Ottenstein im Waldviertel gewiss zu! An ruhigen Tagen spiegelt sich die Sonne auf der glatten Wasseroberfläche, Gräser wiegen im Wind. Mit etwas Glück kommen Vertreter der bei den Teichen angesiedelten Vogelarten aus ihrem Versteck. Neben „malerisch“ ist „idyllisch“ das Wort, das die Waldreichser Teiche am besten beschreibt.

Ursprünglich als Fischteiche errichtet, sind die Waldreichser Teiche mittlerweile unverzichtbare Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Wie alle Waldviertler Teiche wurden auch diese Gewässer vom Menschen erschaffen, aber nun wieder vollständig in die Natur integriert. Die Dichte an seltenen Arten, vor allem an Wasservögeln, ist beachtlich! Ohne die Teiche hätten zahlreiche bedrohte Tierarten kein Zuhause, weil es sonst keine geeigneten Biotope mehr für sie gibt. 

Rörichte (Schilfpflanzen), Feuchtwiesen, bruchwaldartige Bereiche, vernässte Gräben, Hecken und Gebüschstreifen: All das ist Heimat unzähliger Tiere, von denen manche sogar vom Aussterben bedroht sind. Gut, dass es diese Ruhezonen für Tiere noch gibt!

Die Tierwelt der Waldviertler Teiche

An den Teichen des Waldviertels, so auch den Waldreichser Teichen, brüten mehr als 90 Vogelarten, für 30 weitere besteht Brutverdacht. Häufig anzutreffen sind Stock-, Tafel- und Reiherente, Blässhuhn, Hauben- und Zwergtaucher, Höckerschwan und Graureiher. Auch Singvögel wie Rohrsänger, Schwirle, Grasmücken, Pieper, Ammern und viele mehr trällern ihr fröhliches Lied. Wer im Herbst um die Teiche spaziert, trifft auf noch mehr Arten! Die Durchzügler aus dem Norden Europas legen auf dem Weg in den Süden an den Teichen eine kleine Rast ein.

Mit etwas Glück und Ausdauer zeigen sich Schwarzhalstaucher, Schnatter- und Krickente oder das Teichhuhn. Seltener, aber dafür umso imposanter sind Uhu, Rohrweihe, Schwarzstorch, Schwarzmilan, Eisvogel, Wachtelkönig und Karmingimpel.

Auf dem Teichwanderweg den Vögeln auf der Spur

Zugegeben: Vögel sind nicht gerade die Platzhirsche der Tierwelt. Am ehesten bekommt man sie jedoch zu Fuß und mit Geduld zu Gesicht. Der Teichwanderweg Nr. 51 von Ottenstein zu den Waldreichser Teichen bietet eine Vielzahl an Gelegenheiten, einen Blick auf die Bewohner rund um die Gewässer zu erhaschen. Die leichte Rundwanderung kann am besten beim Parkplatz Schloss Ottenstein gestartet werden. Sie ist rund acht Kilometer lang und dauert etwa 1,5 Stunden.

Tipp: Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte sich das Schloss Waldreichs nicht entgehen lassen. Das Niederösterreichische Falknerei- und Greifvogelzentrum befindet sich auf dem Areal des Schlosses.

Wer hätte gedacht, dass das Waldviertel neben tiefen Wäldern auch so viele Teiche zu bieten hat? Werfen Sie auch einen Blick auf die Pürbacher Teiche, den Bruneiteich oder den Klausteich bei Altmelon.