Stiftswald Altenburg

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Per Du mit der natürlichen Artenvielfalt

Im Mittleren Kamptal beim Stift Altenburg ist die Natur noch ursprünglich. Wanderer genießen Ruhe, intensive Vogelkonzerte, romantische Naturwälder und meditative Blicke auf den gemütlichen Kamp. Das Stift Altenburg bewirtschaftet seine Wälder besonders naturnah und erhielt dafür sogar einen Staatspreis.

Das Kamptal bei Altenburg vermittelt einen Hauch von Wildnis: Straßen sucht man hier vergeblich. Manche Hangwälder wachsen seit Jahrtausenden, ohne dass der Mensch entscheidend eingegriffen hat.

Unberührte, ursprüngliche Natur mit Auszeichnung

Seltene Tierarten wie Seeadler, Schwarzstörche, Biber, an Totholz gebundene Käferarten wie Alpenbock und Hirschkäfer, viele Specht- und Fledermausarten – sie alle sind hier zu Hause. Bei einer Vogelzählung konnten Experten innerhalb von wenigen Stunden gut 50 Vogelarten ausmachen.

Auf Trockenrasen und Felsfluren gedeihen rare Blütenpflanzen. Die alten Wälder erinnern an Bilder aus Fantasy-Filmen: Knorrige Eichen, gewaltige Buchen, Linden und Ahorn ragen in den Himmel. Sie zählen zu den ökologisch wertvollsten Waldbeständen Österreichs. Das Kamptal wurde deshalb auch als Natura 2000 (FFH)-Gebiet „Kamp- und Kremstal“ ausgezeichnet. 

Waldbewirtschaftung wie sie im Buche steht

Auch der Altenburger Stiftswald ist besonders. Regelmäßig finden hier Förster-Exkursionen statt. Grund dafür ist die naturnahe Waldbewirtschaftung mit Augenmerk auf die Förderung der Artenvielfalt. Die Mühe wurde 2018 mit dem Staatspreis für beispielhafte Waldbewirtschaftung honoriert. 

Um die Umwandlung der Fichtenforste in Laubmischwälder zu unterstützen, „kooperiert“ der Stifts-Forstbetrieb mit Eichelhähern: Die Vögel bekommen Eicheln und Bucheckern auf Futterplattformen serviert und verbreiten so die Baumsamen in den Fichten-Kulturen. 

Die bei Förstern unbeliebten Brombeerhecken werden nicht entfernt, sondern bleiben dem Wald als Schutz für kleine Tannen und Eichen erhalten. Totholz darf vergehen und dient als Hotel für Kleinlebewesen wie dem sehr seltenen, blitzblauen Alpenbock-Käfer. Wer Glück hat, kann die wunderschönen Tiere auf abgestorbenen Eichen im Stiftswald entdecken!

Wander-Tipps:
Wanderungen im Kamptal zwischen Stift Altenburg, Rosenburg und Wegscheid sind einzigartig! Mit kulinarischen Köstlichkeiten lädt der Wegscheidhof zur Einkehr ein. Sehr empfehlenswert ist eine Wanderung von Rosenburg nach Horn. Hier durchstreift man das romantische Taffatal.

Im Kamptal befinden sich noch weitere naturnahe Wälder, die erwandert werden können. Der Stiftswald in Zwettl mit mächtigen Linden, Eichen, Buchen und Tannen ist einer davon. 

Im Dienst der Umwelt: Ins Kamptal kommen Sie ganz ohne Auto! Die Kamptalbahn befördert ihre Mitfahrer meist im Stundentakt.